hm, also ich verstehe den impuls, aber aus der binnenperspektive vieler transfemmes (und auch cis frauen) sieht das schon noch mal etwas anders aus als eine absolute gewissheit.
ich finde dieses narrativ, dass man halt einfach so weiß, wer man ist, eher hinderlich darin, genau das zu exploren, weil man dann halt nicht mehr danach fragt, woher man diese gewissheit bezieht und für viele transfemmes ist das ja gerade in der zeit um das coming out herum eine drängende frage
unbenommen, dass unsicherheit als einfallstor von transfeind*innen genutzt wird, aber das bild der trans person, die absolut und immer schon gewusst hat, dagegen zu mobilisieren, ist dann auch eher der reaktive rückgriff auf ein sehr cis geprägtes bild von transgeschlechtlichkeit
die kehrseite davon ist dann halt, dass wenn man nicht absolut gewiss weiß, dass man trans ist, dass man es dann auch nicht sein kann und das bildet aber keinen einzigen transitionsprozess, den ich mitbekommen hab, realistisch ab