Wie geht es der queeren Community nach dem Anschlag auf den Berliner CSD? Wie weitermachenl? In den nächsten Tagen geht die CSD Saison weiter, mit einem Gefühl irgendwo zwischen "mulmig" und "jetzt erst Recht!". Rückzug darf niemals eine Antwort sein.
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Amadeu Antonio Stiftung
Wir ermutigen, beraten und fördern Initiativen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus! Spenden: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/spenden-und-stiften/ Datenschutz: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/datenschutz/
Desinformation vor Wahlen ist eine Bedrohung für unsere Demokratie. Russische Propaganda überzieht demokratische Kandidat*innen mit Lügenvideos – die AfD bleibt natürlich verschont. Das Ziel: Rechtsextreme Narrative verstärken, Misstrauen säen und den Diskurs vergiften.
Seit Jahren warnen wir vor rechtsextremen Jugendgruppen im Berliner Norden. Immer wieder kommt es zu massiven gewaltsamen Angriffen. Rechtsextreme Normalisierung mündet in Raumnahme, die zu Unsicherheit für all jene führt, die nicht ins rechtsextreme Weltbild passen.
So wehren sich Kommunen in Niedersachsen gegen Rechtsextreme: AfD-Kandidat*innen, deren Verfassungstreue angezweifelt wird, werden nicht zur Wahl zugelassen. In Herzberg am Harz hat der Wahlausschuss den AfD-Kandidaten deswegen von der Wahl ausgeschlossen.
In Penzberg gibt es ein neues Hinweisschild zum Freitagsgebet der Moschee. Ihr wisst schon, die Schilder, die an jeder Dorfeinfahrt stehen, auf der sonst nur christliche Gottesdienstzeiten stehen. Ein starkes Symbol, für das sich alle vor Ort eingesetzt haben. Die Reaktion: Hass und Vandalismus.
„Ich werde jetzt einen Präzedenzfall dafür schaffen, dass wir endlich mit diesem Neutralitätsnarrativ aufräumen“, erklärt ein mutiger Lehrer aus Sachsen-Anhalt, der im Unterricht die AfD kritisiert und dafür jetzt sogar vor Gericht zieht. Es gibt keine Neutralitätspflicht gegenüber Rechtsextremen!
„Ich werde jetzt einen Präzedenzfall dafür schaffen, dass wir endlich mit diesem Neutralitätsnarrativ aufräumen“, erklärt ein mutiger Lehrer aus Sachsen-Anhalt, der im Unterricht die AfD kritisiert und dafür jetzt sogar vor Gericht zieht. Es gibt keine Neutralitätspflicht gegenüber Rechtsextremen!
Der Anschlag auf den Berliner CSD ist die Spitze des Eisbergs: Fast jeder zweite CSD in Deutschland wurde letztes Jahr angegriffen oder gestört. Ob rechtsextreme Gegendemos, Blockadeversuche oder körperliche Gewalt: Queere Menschen leben in ständiger Gefahr. Was hilft? Solidarität und Sichtbarkeit!
Erst kürzen, dann sich betroffen geben: Nach dem islamistischen Terror beim Berliner CSD sprechen Politiker*innen von „Angriff auf uns alle“ – während queere Projekte wie Präventionsarbeit gestrichen werden. Wer ernsthaft Vielfalt will, muss mehr leisten, als nach Terror Worthülsen abzuspulen.
Eine Frau geht auf den Berliner CSD, um dafür zu demonstrieren, dass queeres Leben in Sicherheit existieren darf – doch sie kehrt nie zurück. Ein Islamist rast in den CSD, ermordet sie und verletzt 29 weitere Menschen, einige lebensgefährlich. 1/11